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Posted on 26th Sep 2019  /  In  Leben  /  Von  Keren Pickard

Mission Statement

Hier erfahren Sie ein wenig von meiner persönlichen Geschichte und wie es meine Vision geformt hat. Ich mache Mut, erzähle gute Geschichten und möchte diese Welt ein wenig besser hinterlassen, als ich sie vorgefunden habe.

Ich habe die „Röntgenbrille“ der Wertschätzung erhalten, als Lance in unser Leben getreten ist. Er saß vor der Tankstelle und bat die vorbeihuschenden Kunden um 25 Cent für die Telefonzelle, aber mein Vater hat ihm stattdessen eine Mahlzeit und ein paar Stunden später einen Job angeboten. Lance war Alkoholiker und obdachlos, aber hinter der Maske der Armseligkeit steckte ein Meistermaler. Geschieden und gebeutelt von den unzähligen Enttäuschungen des Lebens, suchte Lance Trost in der Flasche, aber mein Vater erkannte seine Not und bat ihm eine neue Chance an. Er kämpfte bitterlich mit seiner Sucht, genoss es aber im Vertrauen meines Vaters von Zeit zu Zeit arbeiten zu dürfen. Manchmal hat mein Papa ihn wieder von der Straße holen müssen, einmal sogar nachdem er von einem Auto angefahren wurde und stundenlang vergeblich auf die Hilfe eines Krankenwagens gewartet hatte. Er durfte bei uns duschen und schlafen, und am nächsten Morgen, wussten wir alle wegen dem penetranten Geruch der Obdachlosigkeit, dass er wieder da war. Wir haben ihn trotzdem liebgehabt und als er wegen irgendeines Kavalierdelikts ins Gefängnis gekommen ist, schickte er uns Gedichte, liebevoll angemalt mit den Farben von M&Ms. Meine Schwester, damals 5 Jahre alt, hatte ihn fest ins Herz geschlossen, und als er nach einem Besuch am Heiligabend in dem Beifahrersitz unseres Minivans an Herzversagen gestorben ist, ist ihre Welt zusammengebrochen. Wir waren alle zutiefst erschüttert, verstanden aber dass sein Körper lange genug gelitten hatte, und dass seine Seele lebensmüde war. Er hat als letzte Erfahrung die Liebe unserer Familie in die Ewigkeit mitnehmen dürfen und er bleibt für immer in unserem Herzen.

Meine Eltern haben mich gelehrt, dass ALLE Menschen es verdient haben, mit Würde und Liebe behandelt zu werden. Als Jugendgruppe in einer kleinen methodistischen Kirchengemeinde haben wir einer lokalen Hilfsorganisation geholfen einmal im Monat über 400 Menschen unter einer Brücke in Dallas Texas etwas zum Frühstück zu geben. Als es darum ging eine Reise in den Sommerferien zu planen, entschieden wir uns für ein Obdachlosenheim in Kansas City, wo wir in der Suppenküche und Kleiderkammer eine Woche lang aushelfen durften. Wir verbrachten eine weitere Woche in den stickigen Louisiana Maisfeldern und haben Mais nach der kommerziellen Ernte nachgelesen und anschließend an die Bedürftigen der Stadt ausgeteilt. Meine Zeit in Altersheimen, wo wir alten und einsamen Menschen Geschichten vorgelesen haben und sie Kätzchen streicheln durften hat mich auch stark geprägt. Ganz anders als andere Teenies hatten wir in unseren Leitern Vorbilder, die es verstanden haben, unseren Tatendrang und unser Bedürfnis nach sozialer Gerechtigkeit auszuschöpfen. Sie wollten etwas Nachhaltiges bewegen, und ich verdanke ihnen so viel, denn bis heute, besitze ich eine „Röntgenbrille“, was nichts anderes ist, als die Fähigkeit, hinter die Maske blicken zu können auf die Dinge, die uns Menschen alle gleich machen. Wir sehnen uns ALLE nach Liebe, Anerkennung und Freundlichkeit. Wir wollen ALLE gerecht behandelt werden, Gnade erfahren, respektvoll begegnet werden. Wir streben ALLE nach Glück und Zufriedenheit und leiden ALLE wenn wir Ablehnung oder Gleichgültigkeit erfahren. Diese „Röntgenbrille“ ist mein tägliches Accessoire am Arbeitsplatz, an der Kasse im Supermarkt, und in meiner Familie. Sie hilft mir, RICHTIG zu sehen auf das, was wertvoll und schätzenswert in den Menschen ist. Es ist ganz einfach: das was wir schätzen, ist auch das, was wir aktiv schützen. Unser „Wertschatz“ findet sich in unserem „Wortschatz“ wieder. Wir geben einander ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, und dies ist der Nährboden für Wachstum und ein menschliches Miteinander, was unsere Gesellschaft positiv verändert!

Jetzt bin ich selbst dran, Vorbild zu sein. Ich habe zwei eigene Kinder und schaue jeden Tag, wie sie verständiger und einfühlsamer werden. Wir wohnen zusammen mit meiner Schwiegermutter (und bis vor 4 Jahren auch meinem dementen Schwiegervater, den wir bis zu seinem Tod gepflegt haben), und meine Kinder haben die Möglichkeit, sie liebevoll und respektvoll zu behandeln, auch wenn sie langsam oder krank ist. Wir laden Flüchtlinge zu uns ein, haben sogar eine komplette Familie 2 Monate lang wohnend bei uns gehabt, und bieten Menschen eine Heimat und ein Stück Familie an. Es ist mein tiefster Herzenswunsch, eine Gesellschaft der Wertschätzung zu erleben, und zu der Entstehung dieser Gesellschaft mit meinen persönlichen und beruflichen Fähigkeiten maßgeblich beizutragen. Ich möchte zu allererst meine eigene Familie mit tragfähigen, menschlichen Werten prägen damit wir uns als Einheit weiter für bedürftige Menschen einsetzen können. Ich möchte Kindergärten und Schulen mit Theorie und Praxismöglichkeiten ausstatten, damit die nächste Generation der Kinder ihren Platz in einer wertschätzenden Gesellschaft einnimmt. Und ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir in der freien Wirtschaft die Kurve noch kriegen und die Menschen wieder als Menschen sehen können, nicht nur als Arbeitskraft oder „Humankapital.“ Gerade im Zeitalter der Globalisierung möchte ich Brücken zwischen Kulturen bauen und für mehr Verständigung und Respekt plädieren! Die Vision ist größer, als was ich jemals allein realisieren könnte, auch wenn ich 5 Leben hätte, aber hoffentlich wird es mir gelingen, ein „Influencer“ zu werden und diese Welt ein klitzekleines Stückchen besser zu hinterlassen als ich sie vorgefunden habe. Ich träume von der Möglichkeit, Menschen für eine neue Sicht von sich selbst und anderen ermutigen zu können. Ich möchte Seelen für eine wertschätzende Haltung entfachen, eine die sich in den Worten, der Körpersprache und den Entscheidungen wiederfindet. Ich stelle mir vor, Seminare und Vorträge zu gestalten, wo Menschen (wieder) mit ihren Werten in Kontakt kommen oder vielleicht ganz neue kennen- und schätzen lernen! Wo sie auf kreative Art und Weise Ideen entwickeln, wie sie diese Werte in den Alltag integrieren können. Ich möchte einen Stein aufs Wasser werfen und staunend beobachten, wie es Kreise durch die Gesellschaft zieht.

Ich brauche Menschen, die an diese Vision glauben und mir die Chance bieten, meine Begeisterung und mein Fachwissen verbreiten zu können. Ich habe mich zum Business Coach ausbilden lassen damit ich Menschen auch in der kniffligen Umsetzung dieser Denkweise tatkräftig unterstützen kann. Die inneren Glaubenssätze und Überzeugungen, die Menschen davon abhalten möchten, Wertschätzung für sich selbst und für andere aufbringen zu können möchte ich aufdecken und gemeinsam mit meinen Kunden mit positiven Pendants ersetzen! Dafür braucht man Ermutigung und ein systematisches Vorgehen, aber auch ein paar Funken, um ein Feuer in den Herzen zu entfachen. Ich möchte den Rest meines Lebens, sowohl privat als auch beruflich, meine Funken sprühen lassen und Menschen für eine Wertschätzungskultur entfachen!

Keren Pickard
Keren Pickard
bietet Ihnen ergebnisorientiertes und empathisches Coaching.
 

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